The Treagles, diesmal im Bürgerhaus Linkenheim - wie immer ein
Genuss
The Treagles diesmal also im erfreulich gut gefüllten
Bürgerhaus in Linkenheim-Hochstetten, eine Location, die für
Konzerte dieser Größe eigentlich optimal ist. Noch optimaler
wäre es gewesen, wenn das Bürgerhaus nicht bestuhlt gewesen
wäre, zumal die Treagles mit "Get Over It" mit einem eher
rockigem Stück aus dem Werk der Eagles begannen. Aber das ist
zugegebenermaßen Jammern auf hohem Niveau.
Die Treagles waren diesmal in folgender Besetzung angetreten:
neben den 4 "Treacys", also Sean Treacy (Gesang / Gitarre),
Andreas Bock (E-Gitarre), Stefan Buchholz (Percussion, Gesang)
und Claus Bubik (Bass, Gesang) waren diesmal dabei: Marcel
Millot (drums), Alex Nagel (Keyboards) und Helmut Krumminga
(E-Gitarre).

Klar, das musikalische Schaffen der Eagles steht bei dieser
Tribute Band im Vordergrund, aber natürlich auch die Solo Hits
wie "Boys of Summer" oder "Dirty Laundry". Leichte Schwächen
beim Sound am Anfang waren schnell behoben und die Treagles
ließen wunderschön den Sound der Eagles auf der Bühne aufleben.
Besonders schön in der ersten Hälfte des Konzerts: "Witchy
Woman", "The Last Resort" und "Heart of the Matter". Und auch
wenn man merkte, dass im Publikum viele Eagles Fans und Kenner
anwesend waren, ließ es sich Sean Treacy nicht nehmen hier und
da etwas über die einzelnen Songs zu erzählen.

Nach der Pause gab es einen wunderschönen Einstieg in die 2.
Hälfte des Konzerts mit "7 Bridges Road", einem Song, der ganz
vom Harmoniegesang von Sean Treacy, Claus Bubik und Stefan
Bucholz lebt - die Drei schafften es, wie die fünf Eagles der
Originalaufnahme zu klingen, wie Sean Treacy witzelte. Weiter
ging es über beispielsweise "New Kid in Town und "Doolin Dalton"
zu einem der vielen Höhepunkte des Konzerts, nämlich natürlich
"Hotel California". Großartig waren hier vor allem die beiden
Gitarristen Andreas Bock und Helmut Krumminga mit klarer
Aufgabenteilung: Andrea Brock war eher für die werkgetreue
Wiedergabe des Solos zuständig, während Helmut Krumminga eher
für die Interpretation des Solos zuständig war - sehr schön!

Mit den Zugaben "Life in the fast Lane" und "Desperado" ging
ein wunderschöner Abend zu Ende, doch es ist gut möglich, dass
es nächstes Jahr zu einer Neuauflage kommen könnte , wie Sean
Treacy in Aussicht stellte. Und vielleicht probiert man dann mal
wieder die unbestuhlte Variante? Obwohl: wir werden ja alle
nicht jünger...