Dagmar Schönleber zum Thema "Was macht man über 50?" im
Tollhaus
"Endlich 50! So jung brechen wir nicht mehr zusammen" lautet
das aktuelle Programm von Dagmar Schönleber und das Thema "Was
macht man über 50?" zieht sich als roter Faden durch das
Programm von Dagmar Schönleber, wobei sie zwischen Stand-Up
Kabarett, Liedern und Lesung wechselt.
Dagmar Schönleber benutzt dabei als Analogie einen plötzlich
leeren Raum, den es zu füllen gibt. In Echt sind die Kinder aus
dem Haus und das Kinderzimmer steht plötzlich leer und kann für
etwas anderes verwendet werden, im übertragenen Sinne steht das
leere Zimmer für einen neuen Lebensabschnitt, den es zu füllen
und zu bewältigen gilt, und hier thematisiert Dagmar Schönleber
die unterschiedlichen Art und Weisen, wie Menschen damit
umgehen.
Da gibt es beispielsweise, besonders jetzt im Frühling, die
"mittelalten Männer in Lycra", die das Fahrradfahren für sich
entdeckt haben und im gleichnamigen Song auf die Schippe
genommen werden. Andere sehen sich plötzlich mit der Situation
konfrontiert, sich um deine Eltern kümmern zu müssen - hierzu
liest Dagmar Schönleber drei autobiographische Teile aus ihrem
aktuellen Buch vor. Und zwischendurch gibt es als Service immer
wiede praktische Lebenshilfetipps zu diesem Thema, und das
höchst unterhaltsam.
Der eigentliche Höhepunkt kommt aber ganz zum Schluss.
Basierend auf der Annahme, dass, wer als Jugendlicher in der
Schule rhythmische Sportgymnastik machen musste, das Schlimmste
hinter sich hat und für alles weitere im Leben vorbereitet ist
gibt es als weiteren Serviceteil im Programm zum Ende einen
Re-Run dieser Erfahrung. Zu Van Halens "Jump" hüpft Dagmar
Schönleber mit Bändern über die Bühne - muss man gesehen haben!
Fazit: Schönes Programm, mal lustig, mal mit Tiefgang.