1:22 vor dem Ende - eine tolle schwarze Komödie
Statt eines Kontoerzberichts gibt es diesmal einen Kurzbericht
über das Theaterstück "1:22 vor dem Ende" im Exil Theater in
Bruchsal. Kurzbericht daher, damit nicht zu viel von dem
sehenswerten Stück verraten wird - Spoileralarm! Daher nur so
viel: in der schwarzen Komödie des Franzosen Mathieu Delaporte
geht es im wesentlichen um zwei Personen. Da ist zum einen
Bernhard, der sein langweiliges Leben per Selbstmord beenden
möchte, dabei aber von einem ihm fremden Mann gestört wird, der
just in dem Augenblick, als Bernhard aus dem Fenster springen
will, an seine Wohnungstür klopft.
Dieser entpuppt sich, so viel sei verraten, als der Tod,
beziehungsweise einer seiner vielen Angestellten, einem
Anfänger, der erst noch lernen muss, die Lebenden ins Reich der
Toten zu holen. Was folgt sind höchst unterhaltsame Dialoge
zwischen den zwei Personen bis zum dramatischen Ende. Toll wie
die zwei Schauspieler diese Dialoge in Echtzeit umsetzen, denn
das Stück dauert wirklich 1 Stunde und 22 Minuten.
Wer das Stück, das an vielen Theatern in Deutschland aufgeführt
wird, sehen kann, sollte dies tun - es lohnt sich.