Starkes Finale nach eintönigem Mittelteil: Skunk Annasie im Tollhaus Karlsruhe

Skunk
          Anansie 13.06.2026 Tollhaus Karlsruhe
Eines vorweg: von Skunk Anansie kenne ich natürlich ihre großen Hits wie "Weak" oder "Hedonism (Just because you feel good)" und das aktuelle Album "The Painfull Truth", das ich mir mehrfach angehört hatte, nachdem ich mir Tickets für das Konzert im Tollhaus gekauft hatte. "The Painfull Thruth" gefällt mir ausnehmend gut, da es sehr abwechslungsreich ist: rockie, E-Gitarren-lastige Songs wechseln sich mit elektronischen Tracks und Balladen ab - prima. Meine Erwartung an die Show war daher ein abwechslungsreiches Konzert zu erleben.

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        Anansie 13.06.2026 Tollhaus Karlsruhe

Los ging es erwartungsgemäß mit rockigen Stücken wie "This means war" oder "An Artist is an Artist" von "The Painfull Truth". Sängerin Skin wirbelte über die opulent ausgestattet Bühne und legte in jeden Song unglaublich viel Power hinein. Ein Skunk Annasie Konzert ist voll auf die Sängerin fokussiert, die drei anderen Bandmitglieder, Martin Ivor Kent  an der Gitarre, Richard Keith Lewis am Bass und Schlagzeuger Mark Richardson bleiben so zwangsläufig eher im Hintergrund. Zunächst ist das alles sehr beeindruckend, aber nach fünf bis sechs Liedern im Vollgas-Modus wirkt es leider dann doch etwas eintönig, zumal Skin Stimme etwas im Sound unterging.

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        Anansie 13.06.2026 Tollhaus Karlsruhe

Erst in der Mitte des ersten Sets vor den Zugaben wird dann mal ein Gang runtergeschaltet nämlich bei "Shame" vom aktuellen Album, das leider darunter litt, dass Skins Mikrophon Aussetzer hatte. Wett gemacht wurde das mit dem darauf folgendem "Weak". Abwechslung kam dann auch dadaurch, dass Skin bei "I can dream" sich in das Publikum begab, dem schönen "Animal", bevor dann beispielsweise mit "Yes It's Fucking Political" dann wieder rockiger wurde.

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        Anansie 13.06.2026 Tollhaus Karlsruhe

Relativ früh, nach 70 Minuten verabschiedeten sich Skunk Anansie dann von der Bühne, um dann für den Zugabenblock zurückzukehren, und der war wirklich prima. Zum einen, da Skunk Anansie sich nicht darauf beschränkte, als Zugaben nur ihre Hits wie "Hedonsim" zu spielen, sondern auch zwei neue Songs vom aktuellen Album zu, darunter das schöne "Lost and Found". Und zum anderen spielten sie dann doch eine Cover Version von "Highway to Hell" um sich dann am Ende akustisch mit "You'll follow me down" zu verabschieden. Fans in der ersten Reihe bekamen anschließend noch von Skin Wien ausgeschenkt - sehr nett.

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Fazit: für mich erfüllten sich meine Erwartungen an das Konzert erst im Zugabenteil, wobei es natürlich sehr beindruckend ist, was Skin während des ganzen Konzert leistet. Schade finde ich auch, das Skunk Anasie live relativ viel mit Backing Tracks arbeiten. Zunächst viel mir das bei "Shame" auf, als Skins Mikrophon ausfiel. Klar singt Skin wirklich live, aber man hörte da dann doch viele Background Vocals, die als Backing Track eingespielt wurden. Und ganz extrem fällt es natürlich bei "Lost and Found" auf, bei dem ein Piano zu hören ist, allerdings kein Keyboarder auf der Bühne ist.

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        Anansie 13.06.2026 Tollhaus Karlsruhe